Schwere akute Verläufe sind zwar für die meisten kein Thema mehr. Dennoch dürfe nicht übersehen werden, „dass Menschen mit Immundefekten, Immunsuppression oder anderen schweren Erkrankungen durch eine akute Infektion weiterhin gefährdet sind“, so Kathryn Hoffmann und Eva Untersmayr-Elsenhuber von der MedUni Wien.
Das Hauptproblem in der Bevölkerung seien aber „schon seit längerer Zeit die langfristigen Folgeschäden, vor allem auch nach milden oder moderaten akuten Infektionen, die SARS-CoV-2 anrichten kann“. Dies gehe von einer deutlichen Risikoerhöhung u. a. für Herzinfarkte, Thrombosen, Schlaganfälle, Diabetes, Autoimmunerkrankungen, demenziellen Erkrankungen bis hin zu Erkrankungen wie Myalgische Enzephalomyelitis/Chronisches Fatiguesyndrom (ME/CFS). „Leider zeigt Studie um Studie, dass dieses Problem anhält und sich durch Reinfektionen weiter zuspitzt“, so die Expertin. Die gute Nachricht sei, dass das Post-Covid-Syndrom mit der Impfung bedeutend zurückgegangen ist. Natürlich sei aber nach wie vor wichtig, eine Akutinfektion überhaupt zu verhindern.