So stärken Sie Ihr Gedächtnis

von
Camilla Burstein, MA
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Aktualisiert am 26.03.2025

Vom Goldfisch zum Elefanten: Hin und wieder etwas zu vergessen, das kennt jeder − und dieser Umstand ist bis zu einem gewissen Grad auch vollkommen normal. Es gibt jedoch einige Möglichkeiten, Ihr Gehirn zu unterstützen und Gedächtnislücken nicht häufiger und größer werden zu lassen.
 

Alterungsprozess: Was wollte ich hier?

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In einen anderen Raum zu gehen und zu vergessen, was man dort wollte, passiert jedem einmal. Leichte Vergesslichkeit im Alltag stellt eine Schutzfunktion unseres Gehirns dar, um der andauernden Reizüberflutung entgegenzuwirken. Unser Gehirn erreicht mit etwa 30 Jahren seine größte Leistungsfähigkeit; ab diesem Zeitpunkt nimmt sie wieder ab und ab einem Alter von circa 50 Jahren wird dies für viele auch durch abnehmende Merkfähigkeit spürbar. Nachlassende Merkfähigkeit und Konzentration gehören zum natürlichen Alterungsprozess, da Nervenzellen verloren gehen und die Durchblutung des Gehirns abnimmt. Sollten Dinge vergessen werden, die zuvor keine Probleme bereitet haben, Sprach-, Orientierungs- oder Urteilsvermögen schwinden oder sich die Persönlichkeit verändern, ist ein Arztbesuch angeraten. 

Training: Fit im Kopf

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Um Problemen mit dem Gedächtnis und der Konzentration vorzubeugen, ist es wichtig, auf eine gesunde Ernährung mit viel Obst und Gemüse, Fisch, Olivenöl, Vollkornbrot, Nüssen etc. zu achten. Meiden Sie hoch verarbeiteten Produkte, wie zum Beispiel Tiefkühlpizza & Co. Auch Bewegung ist hilfreich – die WHO empfiehlt 150 Minuten moderate körperliche Aktivität pro Woche sowie zwei Mal die Woche muskelkräftigende Übungen für Erwachsene. Aber auch das Gehirn selbst braucht Training: Lernen Sie Neues! Zum Beispiel Fremdsprachen oder ein Musikinstrument. Lesen Sie ein Buch, schreiben Sie ein Gedicht – fordern Sie sich selbst. Tipp: Kennen Sie schon diesen Gedächtnistrick? Bei der Loci-Methode (Gedächtnispalast) ordnen Sie Dinge, die Sie sich merken wollen, bestimmten Orten in Ihrer Wohnung zu. 

Demenz: Lebensstil als Faktor

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Demenzerkrankungen sind stark im Steigen. Neben Faktoren wie Bewegungsmangel und der alternden Bevölkerung tragen auch Depressionen – hervorgerufen etwa durch Einsamkeit – verstärkt zu Demenzfällen bei, so Forscher:innen der Med Uni Innsbruck. Eine Demenz ist eine erworbene Störung des Gedächtnisses, bei der es zu einem fortschreitenden Verlust geistiger Funktionen kommt. Je nach Form und Ursache der Erkrankung sind das Kurzzeitgedächtnis, die Sprache, die Motorik und das Denkvermögen betroffen. Die Alzheimer-Demenz gilt als die häufigste Form. Die Zahl der Erkrankungen wird sich laut Prognosen bis 2050 verdoppeln. Bereits im Alter von 30 bis 40 Jahren sollten daher vorbeugende Maßnahmen getroffen werden.

Natürliche Helfer: Nährstoffe für die grauen Zellen

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Wichtige Nährstoffe fürs Gehirn und Nervensystem sind Omega-3-Fettsäuren, die Vitamine B5, B6, B12, Biotin und Niacin, Vitamin C und E, Magnesium und Coenzym Q10. Die Einnahme von Lecithin fördert starke Nerven, hilft bei Erschöpfung und ist eine wichtige Substanz für das Gehirn. Lecithin ist in tierischen Produkten wie Eiern oder Innereien oder in pflanzlichen wie Sojabohnen, Sonnenblumenkernen oder Leinsamen enthalten. In der Apotheke sind Präparate in Form von Kapseln oder als Tonikum erhältlich. Zu den bekanntesten Heilpflanzen für das Gehirn zählen Ginkgo, Ginseng und Brahmi.
 

Camilla Burstein, MA

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